Schadenersatz wegen Falschberatung

Ein weiterer Fonds droht zum Opfer der dramatischen Entwicklung auf den Schiffsmärkten zu werden. Bei der im Jahr 2007 durch das Premium Capital Emissionshaus aufgelegten MS Blanche Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG sollen die 500 Anleger einen Nachschuss in Höhe von 5,25 Mio. US $ leisten. So hat es zumindest die außerordentliche Gesellschafterversammlung am 23. Februar 2012 beschlossen. Ob dies angesichts der wirtschaftlichen Situation der Fondsgesellschaft MS „Blanche“ ausreicht, um die Probleme des Fonds nachhaltig zu lösen, ist offen.

Mehr Informationen: http://www.nittel.co/kanzlei/aktuell/premium-capital-ms-blanche-anlegern-droht-totalverlust.html

Verluste wegen Währungsrisiken und zurückgegangenen Chartereinnahmen

Denn obwohl der Ende 2011 ausgelaufene Chartervertrag vom Charterer wie prospektiert erfüllt wurde, reichten die Chartererlöse für die MS „Blanche“ von 20.000 US pro Tag dem Vernehmen nach nicht aus, um das prognostizierte Ergebnis zu erwirtschaften. Vielmehr seien Verluste in Höhe von 6,3 Mio. US aufgelaufen.

Sanierungskonzept steht auf wackligen Füßen

Ob das Sanierungskonzept tatsächlich den erhofften Erfolg bringen wird, steht angesichts der nicht vorhersehbaren Entwicklung der Chartermärkte in den Sternen. Wann und ob die zur Kostendeckung erforderlichen Chartereinnahmen erzielt werden können, ist völlig offen. Marktbeobachter gehen angesichts des Überangebots an Transportkapazitäten nicht davon aus, dass sich die Chartereinnahmen auf absehbare Zeit deutlich erholen werden.

Schadenersatz wegen Falschberatung und möglichen Prospektfehlern

Die Beteiligung am Sanierungskonzept ist nicht die einzige Alternative für geschädigte Anleger. Wer die Schiffsbeteiligung auf Empfehlung einer Bank oder Sparkasse gezeichnet hat, kann Schadensatz verlangen, wenn er falsch beraten wurde.

In vielen Fällen haben die Anleger Schadenersatzansprüche gegen ihre Berater beziehungsweise die sie beratende Bank oder Sparkasse. Sie können verlangen, so gestellt zu werden, als hätten sie sich nicht an dem Schiffsfonds beteiligt. Die Schadenersatzansprüche verjähren innerhalb einer Frist von 3 Jahren ab dem Zeitpunkt, an dem der Anleger erkannt hat, das er falsch beraten wurde, oder dies aufgrund ihm vorliegender Informationen hätte erkennen müssen.

Möchten Sie als Gesellschafter der MS Blanche Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG wissen, welche Chancen Sie haben, Schadenersatzansprüche durchzusetzen? Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne.

Nittel Rechtsanwalt | Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
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