Fachanwälte helfen Anlegern

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die beiden zum HCI Renditefonds V gehörenden Fondsschiffe MS „Otto Schulte“ und MS „Karin Schulte“ endgültig in die Insolvenz gehen würden. Bereits im Mai 2012 zeichnete sich das Scheitern des ursprünglichen Sanierungskonzepts ab, da das hierfür erforderliche Neukapital nicht aufgebracht werden konnte. Bei dem anschließenden Sanierungsversuch, bei dem angekündigt worden war, die Rücklagen des Dachfonds zu verwenden, wurde letztlich nur weiteres Geld der Anleger verbrannt. Am 17. September 2012 wurde das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der beiden Fondsschiffe eröffnet. Für die Anleger des Fonds, die im Jahr 2004 rund 16,5 Mio. € in den Fonds investiert haben, bedeutet dies, dass das in die beiden Schiffe investierte Geld nach menschlichem Ermessen verloren sein dürfte. Denn angesichts der gegenwärtigen Situation auf den weltweiten Schifffahrtsmärkten und den damit einhergehenden niedrigen Charterraten und Schiffspreisen dürfte der Erlös einer Verwertung der Schiffe in der Regel nicht einmal ausreichen, um die Darlehen zurückzuführen.

Tiefpunkt der Krise der Schifffahrtsmärkte erst in 12 – 18 Monaten erreicht

Die gegenwärtige Situation auf den weltweiten Schifffahrtsmärkten, die durch besonders niedrige Charterraten geprägt ist, fordert immer mehr Opfer unter den Fondsschiffen. Ob die verbliebenen drei Schiffe des HCI Renditefonds V, die ebenfalls unter den niedrigen Einnahmen leiden und zum Teil bereits eine angespannte Liquiditätssituation angekündigt haben, die Krise überstehen werden, wird sich zeigen. Erschwert wird die Sanierung der angeschlagenen Schiffsfonds auch durch weiter massiv steigende Schiffskapazitäten. In den Orderbüchern der Werften stehen laut Fondszeitung rund 500 Containerschiffe mit einer kumulierten Transportkapazität von 3,6 Millionen TEU. Das entspräche etwa 23 Prozent der derzeitigen Flotte. Zwei Drittel davon stünden bereits 2013 zur Ablieferung an.

Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im Euroraum sowie in China haben darüber hinaus nach Meinung der HSH Nordbank, einem der maßgeblichen Schiffsfinanzierer, die Unsicherheiten bezüglich der Aussichten für die Schifffahrt weiter erhöht. Infolge der Entwicklungen auf der Angebots- und Nachfrageseite bewegten sich die Fracht- und Zeitcharterraten in allen drei Märkten (Containerschiffe, Massenguttransport und Öltanker) auf sehr niedrigem und nur zum Teil kostendeckendem Niveau. Daran werde sich in allernächster Zeit nichts ändern, so HSH in ihrem Halbjahresbericht 2012. Die Bank erwartet den Tiefpunkt im Zyklus der Branche in den kommenden zwölf bis 18 Monaten und rechnet nicht vor Ende 2013 mit dem Beginn einer langsamen Erholung bei Fracht- und Charterraten.

Die Anleger des HCI Renditefonds V stehen jetzt vor der Frage, den drohenden Verlust zu akzeptieren, oder um ihr Geld zu kämpfen – die Chancen stehen nicht schlecht. Allerdings ist zu beachten, dass die Verjährung von Schadenersatzansprüchen möglicherweise schon zum Jahresende 2012 droht. Schnelles Handeln ist daher angeraten.Mehr Informationen zur Verjährung von Ansprüchen von Anlegern geschlossener Fonds

Haben auch Sie eine Beteiligung am HCI Renditefonds V gezeichnet? Möchten Sie wissen, ob Sie Chancen haben, Ihr investiertes Geld zurückzubekommen?

Nittel | Rechtsanwalt | Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Ihr Ansprechpartner
Mathias Nittel, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Artikellink: http://www.nittel.co/kanzlei/aktuell/hci-renditefonds-v-von-einer-sanierung-in-die-naechste.html

 

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