12. November 2012 – Der im Jahr 2008 emittierte König & Cie. Produktentanker-Fonds V steckt in Schwierigkeiten. Aufgrund der geringen Einnahmen des MT „King Emerald“ können für 2011, wie bereits in den Vorjahren, keine Ausschüttungen geleistet werden. Für die Anleger, die insgesamt rund 9 Mio. € in den Fonds und damit in die Schiffe MT „King Emerald“ und MT „King Edgar“ investiert haben, dürfte angesichts der auch weiterhin trüben Aussichten auf den weltweiten Schifffahrtsmärkten wenig Aussicht auf Besserung bestehen. Ganz im Gegenteil:  im ersten Halbjahr 2012 reichte die Liquidität der Gesellschaften nicht aus, um allen Tilgungsverpflichtungen nachzukommen, so dass Verhandlungen mit der finanzierenden Bank über ein neues Finanzierungskonzept erforderlich sind. Ob und unter welchen Bedingungen die Bank in der gegenwärtigen Krise zu einem Entgegenkommen bereit ist und welcher Beitrag von den Anlegern erwartet wird, ist völlig offen. Da die Platzierung des Fonds nicht den gewünschten Erfolg hatte, sind der Fremdfinanzierungsanteil und damit die Zinsbelastungen außerordentlich hoch. Auszahlungen können die Anleger auch weiterhin nicht erwarten.

Angesichts der unerfreulichen Entwicklung, die der Schiffsfonds genommen hat, ist es für betroffene Anleger des König & Cie. Produktentanker-Fonds V umso wichtiger, die Möglichkeit der Erlangung von Schadenersatz in Betracht zu ziehen. Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht.

Völlig unzureichende Aufklärung über Risiken

Aus Gesprächen mit zahlreichen Anlegern wissen wir, dass diese über die Risiken, die sich in der gegenwärtigen Krise des Fonds verwirklicht haben, von ihren Beratern vor der Zeichnung des Fonds nicht informiert wurden. Geschlossene Fonds sind, wie der Bundesgerichtshof in seinem Urteil zu Az. V ZR 249/09 formuliert, unternehmerische Beteiligungen die als solche das Risiko bergen, dass das eingesetzte Kapital zumindest zu einem Teil, wenn nicht sogar vollständig (Totalverlust) verloren gehen kann. Die Risiken der Beteiligung hätten daher einen wesentlichen Teil der Beratung bilden müssen.

Doch die Beratungen, mit denen wir uns für unsere Mandanten bislang befasst haben weisen erhebliche Aufklärungspflichtverletzungen auf.

Falschberatung und Prospektfehler begründen Schadenersatzansprüche der Anleger

Die im Vertrieb des König & Cie. Produktentanker-Fonds V beteiligten Berater haben die Anleger mit denen wir bislang gesprochen haben über die Risiken dieser hochspekulativen Schiffsfondsbeteiligung gar nicht oder nicht ausreichend informiert. Wir haben bei einer Analyse der Beratungen eine Vielzahl von Beratungsfehlern festgestellt. Daher sehen wir vielversprechende Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen wegen der Verletzung von Pflichten aus den jeweils geschlossenen Beratungsverträgen.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Fondsbeteiligung am König & Cie. Produktentanker-Fonds V? Möchten Sie wissen, ob wie Ihre Chancen stehen, Schadenersatzansprüche durchzusetzen?

Nittel | Rechtsanwalt | Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Ihr Ansprechpartner
Mathias Nittel, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Artikellink: http://www.nittel.co/kanzlei/aktuell/koenig-cie-produktentanker-fonds-v-beide-fondsschiffe-insolvent.html

 

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