Der vom Emissionshaus Orange Ocean am 31. März 2010 aufgelegte Schiffsfonds MS „United Takawangha“ ist insolvent. Über das Vermögen der MS „United Takawangha“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG hat das Amtsgericht Hamburg am 09.04.2014 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Mehr als 12,6 Mio. € haben Anleger in den seit April 2010 vertriebenen Fonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 30,4 Mio. € investiert. Doch das Fondsschiff, ein neuer 35.000 tdw Handysize-Bulker, der am 28. Januar 2010 an den Fonds übergeben wurde, konnte die im Prospekt geweckten Erwartungen nicht erfüllen.

Schiff wurde viel zu teuer eingekauft

Eine der Ursachen: Das Schiff wurde, absolut betrachtet, viel zu teuer eingekauft. Der vom Fonds übernommene Schiffsbauvertrag mit einem Kaufpreis von 36,9 Mio. US-$ vergütet. Hinzu kamen noch Kosten für Anzahlungsfinanzierung, Erstausrüstung, Übernahmekosten, Kommission und Vorbereitende Bereederung, so dass sich insgesamt Anschaffungskosten von 38,4 Mio. US-$ ergeben.

Handlungsmöglichkeiten für geschädigte Fondsanleger

Mit der Insolvenz des Fonds dürfte für die Anleger des Fonds MS United Takawangha der Totalverlust ihre Einlagen eingetreten sein.

Nach unserer langjährigen Erfahrung dürften neben dem Prospekt- und Aufklärungsfehler hinsichtlich der vermeintlichen „Günstigkeit“ des Schiffskaufpreises oder der wirtschaftlichen Ausgangslage des Fonds noch weitere Beratungsfehler im Vorfeld der Anlageentscheidung festzustellen sein. Für diese Beratungsfehler sind sowohl der Berater, als auch die Gründungsgesellschafter des Fonds zum Schadenersatz verpflichtet. Geschädigte Anleger können auf diese Weise ihr verlorenes Geld zurückholen.

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Nittel | Rechtsanwalt | Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
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